WordPress statt Typo3 als CMS

Warum bieten wir hauptsächlich WordPress statt Typo3 als Content Managment System an? Diese Frage bekommen wir des öfteren von unseren Kunden gestellt. In der Tat ist Typo3 jene CMS-Software mit der man, nach Adaption, die meisten Projekte perfekt realisieren kann. In vielen Fällen zeigt sich aber, daß Typo3 einfach zu überdimensioniert und komplex für den Normalverbraucher ist. Genau dies ist im Hinblick auf den Kunden und dem Umfang des Internetauftrittes der primäre Grund, warum wir primär WordPress als CMS einsetzen.

Marktführer Typo3

Kaum eine andere Content Managment System ist bekannter als der Platzhirsch Typo3. Typo3 war eine der ersten OpenSource-Lösungen, welche sich nicht vor kommerziellen Konkurrenten verstecken musste. Im Gegenteil: Typo 3 liess die meisten kommerziellen Anbieter alt aussehen.

Typo3 hat ein ausgereiftes Framework, eine riesige Entwicklergemeinschaft und ein ausgeklügeltes Bedienungskonzept, welches sowohl dem Designer, als auch dem Endanwender einen grossen Spiel- und Gestaltungsraum lässt.

Typo3 – Datenmonster

Aufgrund seiner Komplexität ist aber Typo3 ein wahres Datenmonster. Ist auch verständlich, versucht man doch möglichst vielen unterschiedlichen Anwendungsbereichen gerecht zu werden. In den überwiegenden Fällen bleiben sehr viele der mitgelieferten Funktionen von Typo3 ungenutzt und der Anwender sieht sich in der Menüführung als auch bei der Konfiguration mit einer Menge von ungenutzten Buttons und Unterfunktionen konfrontiert, deren Verwendung er nicht kennt und die er nie brauchen wird.

Wenn man bedenkt dass ein Grossteil der Web-Projekte kaum den üblichen Umfang von 40-60 Seiten sprengen, versteht man auch, dass für diese Kundschaft ein solch komplexes CMS kaum sinnvoll ist. Dafür wäre diese Software einfach zu groß. Man baut ja in sein Haus auch nicht unbedingt ein eigenes Kraftwerk ein, sondern bedient sich, auf seine Bedürfnisse abgestimmt, dem öffentlichen Netz.

Komplexe Bedienung

Da Typo3 darauf ausgelegt ist es möglichst Allen recht zu machen, ist es für den Otto-Normalverbraucher recht komplex und eher schwer zu erlernen. Gerade bei kleinen und mittelgrossen Webauftritten ist es für den Kunden zeitlich kaum vertretbar sich ungewöhnlich lange mit der Software beschäftigen zu müssen um Updates und Erweiterungen zu realisieren.

Kann man diese ganzen Funktionen, die ich nicht brauche, nicht einfach wegmachen?„, werden wir oft gefragt. Nicht immer und schon gar nicht einfach! Deshalb erscheint es nur logisch, sich nach einer Software umzuschauen, welche für den Anwender leicht und schnell erlernbar ist. Dies ist der Punkt wo wir WordPress als Lösung anbieten.

WordPress ideal für kleinere Webauftritte

Die Weblog-Software WordPress eignet sich bestens für kleine und mittelgrosse Webauftritte. WordPress erfreut sich grosser Beliebtheit, besitzt einen recht schlanken Aufbau, die Bedienung lässt sich sehr schnell und leicht erlernen und bietet punkto Funktionalität alles, was derartige Webseiten benötigen.

Fazit

Beide Systeme haben Ihre Berechtigung – aber differenzierte, maßgeschneiderte Lösungen sind gefragt. Gerade bei kleineren Webseiten, welche immer noch den Großteil der Projekte ausmachen, reicht ein schlankes CMS wie WordPress vollkommen aus.

Schließlich können wir mit maßgeschneiderten Lösungen auch die Vorteile der einfachen, übersichtlichen Bedienung, der schnelleren Konfiguration und damit schnellstmöglicher Realisierung des Projektes sowie ein Weniger an kostenintensiven Arbeitsstunden an den Kunden weitergeben.

Der Webdesigner sollte sich nicht anhand der verwendeten Software profilieren, sondern über das Design sowie über den Bedienkomfort der Lösung. Es bringt die schönste Webseite nichts, wenn der Kunde diese nicht bedienen kann.

2 Kommentare

  1. Stimme dir auf jedenfall zu. Klar hat Typo3 Einsatzgebiete in denen es durchaus brillieren kann. Aber in den meisten Fällen ist es einfach zu überdimensioniert. Allerdings würde ich WordPress auch nicht als CMS interpretieren, denn es ist ein Blog-System. Natürlich kann man es als eine Art CMS nutzen, aber Vordergründig bleibt es ein Blog-System. Mein Tipp wäre Drupal, die Lernkurve für den Endanwender ist sehr simpel. Bietet aber die Möglichkeit es, wie kein mir bekanntes CMS, eine Ausbaumöglichkeit, die sich hinter Typo3 in keinster Weise verstecken muss. Einzig für den Programmierer und den Administrator ist eine gewisse Umgewöhnung von Nöten. Aber für mich ist Drupal momentan die Lösung, mit der ich sehr flexibel, schnell und ohne Schranken nach oben meine Kunden glücklich machen kann. Daher möchte ich nochmal einen der wichtigsten Sätze dieses Artikels hervorheben: „DENKT AN EURE KUNDEN! DIE SOLLEN DAS CMS NUTZEN“ und nicht ihr. Danke und Frohe Pfingsten.

  2. Danke für die Ausführungen.
    Im Bezug auf die Kundenfrage: Kann man diese ganzen Funktionen, die ich nicht brauche, nicht einfach wegmachen? … mit WordPress ist das recht einfach möglich. Ich schränke den Bereich des Backend auf das ein, was der Kunde sehen will und muss, sehr einfach per Plugin.